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Quelle: www.meteo.gr

Nida - Rouvas - Rouvas - Zaros

Geasamtlänge: 19.5 km
Dauer: 5 + 2,5 Stunden
Empfohlene jahreszeit: März bis Oktober
Schwierigkeitsgrad: Relativ einfache Wanderung

Der Wald von Rouvas

Der Wald von Rouvas befindet sich im südöstlichen Bereich des Ida-Gebirges. Er ist der bedeutendste der wenigen in der Präfektur Heraklion noch verbliebenen Naturwälder und verkörpert einen hohen ökologischen und ästhetischen Wert. Er ist in der Liste der NATURA 2000 Gebiete (NATURA 2000 Ida-Gebirge) aufgeführt, und im Jahr 2001 wurde ein großer Teil (80%) zum Schutzgebiet für wildlebende Tiere erklärt.

Das Gebiet hat ein intensives Bodenrelief, wodurch im ganzen Wald eine besondere Mikroumwelt geschaffen wird. Er zeichnet sich durch verschiedenartige Habitate aus, hohe Biovarietät, das Vorkommen zahlreicher endemischer Tier- und Pflanzenarten Kretas und Griechenlands, seltene Pflanzenbildungen sowie durch seltene und bedrohte Arten.

Die vorherrschende Baumart im Wald ist die Kermes- oder Stecheiche (Quercus coccifera). Im Wald von Rouvas findet man die größte Kermeseichenkonzentration Europas. Außerdem kommen Ahornbäume (Acer sempervirens) vor, die Ende des Herbstes und im Winter herrlich gefärbt sind. An den feuchten Bachbetten des Waldes stehen riesige Platanen (Platanus orientalis), die mit der immergrünen Art (Platanus cretica) verwandt sind, die in Gortys anzutreffen ist. Weitere vorkommende Baumarten sind Zypressen (Cupressus sempervirens), Kiefern (Pinus brutia) und Stein-Eichen (Quercus ilex).

Hoch oben bei Diplori begegnet man der kretischen Zelkove (Zelkova abelicea), einem unter Naturschutz stehenden Endemiten.

Ebenfalls im Wald anzutreffen ist das kretische Waldvöglein (Cephalanthera cucullata) eine endemische Orchideenart, die als gefährdet gilt.

In den höheren Bereichen des Waldes findet man den berühmten griechischen Bergtee oder Gliedkraut (Sideritis syriaca) und das herrliche Alpenveilchen (Cyclamen creticum).

Im Wald von Rouvas leben auch zahlreiche Tierarten, wie beispielsweise das "Phantomtier" die kretische Wildkatze (Felis silvestris), ein Endemit Kretas, der Dachs (Meles meles), der labyrinthähnliche Löcher gräbt, der Steinmarder (Martes foina), der früher wegen seines Fells gejagt wurde, das Mauswiesel (Mustela nivalis) und der Feldhase (Lepus europaeus), der erbarmungslos von den Jägern verfolgt wird. Falls Sie sehr aufmerksam sind, können Sie sogar den Siebenschläfer (Glis glis Argenteus) beobachten.

In den Phryganagebieten begegnet man der Kreta-Stachelmaus (Acomys minous), der Kreta-Spitzmaus (Crocidura zimmermanni), dem ungefährlichen gefleckten Walzenskink (Chalcides ocellatus) und zahlreichen anderen Tieren, von denen wir den Seefrosch (Rana ridibunda) und die griechische Schildkröte nennen wollen.

Der Wald ist überdies von großer Bedeutung für die Vogelfauna und besonders für die Raubvögel. Man begegnet Scharen von Gänsegeiern (Gyps fulvus), oder einem einsamen Bartgeier (Gypaetus barbatus) und manchmal sogar einem Steinadler (Aquila chrysaetos).  Hoch oben am Himmel sieht man Mäusebussarde (Buteo buteo), die nach Beute Ausschau halten, und unten am Boden sorgen die Steinhühner (Alectoris graeca) für einen melodischen Hintergrund. Zu den seltenen Vogelarten gehört die Blaumerle (Monticola solitarius). Von den Singvögeln wäre zu erwähnen der Buchfink (Fringilla coelebs) und der Stieglitz (Carduelis carduelis). Im Winter kann es vorkommen, dass wir eine Waldschnepfe (Scolopax rusticola) aufschrecken. Die Bienen (Apis mellifera) und die farbenfreudigen Schmetterlinge sorgen für den Fortbestand der Pflanzen.

Die größten Gefahren, denen der Wald gegenübersteht, sind die Überweidung, die Bodenerosion, die durch die Zerstörung der Vegetation begünstigt wird, die Alterung des Waldes, der beständige, durch den Nahrungsmangel bedingte, Rückgang des Wildes, die intensive Jagd und die Waldbrände.

Im Rahmen des Programms Life Nature wurden von der Gemeinde Rouvas in Zusammenarbeit mit der Forstbehörde von Heraklion und A.K.O.M.M.A.E. Maßnahmen zum Schutz des Gebietes ergriffen. Ein großer Teil des Waldes wurde zum Schutz gegen die Beweidung und zur Förderung der natürlichen Regeneration eingezäunt.

 

Quelle: Gemeinde Rouvas